Startseite
    Persönliches
    Viktor
    Familie
    Krebs
    Kindheitserinnerungen
    Glaubensfragen
    Weltgeschehen
    Undefinierbares
  Über...
  Archiv
  Alexander und Elvira
  Krank?
  Zwischen den Stühlen
  Kinder
  Auch Russen essen
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Chinomso
   Gnadenkinder
   Asperger-Syndrom



Lilypie Zweiter Ticker




http://myblog.de/savik

Gratis bloggen bei
myblog.de





Familie

Мать и отец

Ich war heute früh bei meinen Eltern.

Es war wirklich... psycho!

Ich wurde zunächst von meiner Mutter mit den netten Worten "Meine Güte, du bist ALT geworden in den letzten Monaten" begrüßt.

Dann war da mein Vater... immer dieses furchtbare Gefühl, wenn ich ihm begegnen muß. Tja, die Demenz hat ihn sehr verändert. Aus dem prügelnden, jähzornigen Alkoholiker wurde ein klappriges  Alterchen, das einen auf freundlicher Opi macht.

Ich konfrontierte meine Mutter mit meiner Krebsdiagnose. Erst war sie etwas bestürzt und fragte direkt, ob ich nun sterben müsse. Ich sagte ihr, wahrscheinlich nicht. Dann meinte sie schon gelassener:

"Na dann ist ja gut."

Mit der gefühllosen Reaktion habe ich gerechnet. Was mich irritiert hat, war die Reaktion meines Vaters. Er fing an zu weinen! Er fing an zu weinen und sagte:

"Ich möchte nicht noch mehr Kinder beerdigen!"

Er hing mir die ganze Zeit am Ärmel. Tätschelte mich, wollte mich umarmen. Küßte mich sogar zweimal auf die Wange. In mir tobte ein Kampf zwischen angewidert sein und Mitleid. Dieser alte, sentimentale Mann hatte nichts mehr mit dem Vater zutun, mit dem ich aufgewachsen war. Was soll ich davon halten?

Ich wollte meine Mutter umarmen, doch sie wehrte ab:

"Du bist 45, das ist albern."

Sie hat mich mit Essen vollgestopft. Mein Vater nickte mir ständig lächelnd zu und sagte:

"Malchik, iß nur gut. Du bist sehr dünn. Du siehst aus wie ich, in deinem Alter. Wenn du so alt bist wie ich, schau mich an, so wirst du aussehen."

Ich erwiderte: "Danke, ich finde aber ich bin schon genug gestraft." 

Und, kaum zu glauben, er lachte über die Bemerkung.

Mitten im Essen seufzte meine Mutter plötzlich und sagte einen sehr seltsamen Satz.

"Ach Junge, du kämpfst ständig mit dem Tod. Du sagst nie etwas, aber ich weiß es, ich merke es."

Hmm...

Dann mußte ich noch Balalaika spielen. Danach habe ich mich verkrümelt; zuvor wurde mir noch das Versprechen abgerungen, mich bald mal wieder blicken zu lassen. Mit Lebensgefährtin und den "neuen Enkeln".

Vieleicht...

24.4.08 11:31


Werbung


Überreagiert

Jetzt ist es passiert. Leider.

Ich habe an einer Stelle überreagiert, wo ich nicht hätte überreagieren dürfen.

Ich habe für einen kurzen Moment das Kind dafür verantwortlich gemacht, daß es meine Grenzen überschritten hat.

Ich habe mich gewehrt, gegen ein Kind, das noch nicht weiß, wie weit es gehen darf. Das meine vielen Ermahnungen nicht ernst nahm.

Ich schäme mich.

Am liebsten würde ich mich eine Runde selbst verprügeln...

9.4.08 20:46


Lügen

Ihre Eltern fragen nach meinem Befinden, ich sage ihnen: Es geht mir gut.

Sie wissen nichts.

Sie denken ich bin okay.

Denn wenn ich die Wahrheit sage, dann bin ich wahrscheinlich disqualifiziert. Weil sie dann wissen, daß ich nie der Mann sein werde, der mit seiner Erwerbstätigkeit allein ihre Tochter und deren Kinder versorgen kann.

Keine Gedanken an Existenzsicherung.

Nur Gedanken ans Überleben.

"Wann gehst du wieder arbeiten, Savik?"

Nie.

9.4.08 11:13


Autist mit Auto

Vorhin fragte mich meine Stieftochter Rebekah (5):

"Was meinst du eigentlich wenn du sagst, du bist Autist. Hat das was mit Autos zutun? Weil du eins fährst? Oder kannst du die bauen und reparieren?"

Ich liebe Kinder und ihre Gedankengänge!

8.4.08 23:05


S dnjom raschdjenija, Ben-Zion!

Heute feiert mein kleiner Stiefsohn Ben-Zion, kurz Benni, seinen ersten Geburtstag.

Ich kenne ihn, seit er knapp 5 Monate alt ist. Der kleine Kerl ist wirklich mein bester Freund. Er ist sehr aufgeweckt und klug, er läuft schon und spricht ein paar russische und deutsche Worte.

Kleiner Benni, ich wünsche dir alles Gute dieser Welt und noch viele weitere, schöne Geburtstage. Ich wünsche dir, daß du deinen Lebensweg gehen kannst, ohne, daß dir allzuviele Stolpersteine in den Weg gelegt werden.

Ich habe dich lieb und bin für dich da.

Schtschisliwa

Papa (dawai, dawai!)

6.4.08 14:40


[erste Seite] [eine Seite zurück]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung