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Odyssee durch den Wald - Teil I

Vor wenigen Minuten war eine Mondfinsternis. Um sie zu beobachten bin ich über den Feldweg bis an den Waldesrand gefahren, dort hat man freie Sicht.

Das kleine, stockfinstere Wäldchen hat Erinnerungen in mir geweckt. Erinnerungen an eine Episode aus meiner Kindheit.

Ich war, wie so oft, im Wald gewesen. Es war Frühsommer. Ich war traurig und wollte nicht nach Hause. Es gab viel Streit, Schläge, Mißmut und es war einmal wieder ein Kind geboren worden. So hatte keiner Aufmerksamkeit für mich und meine Sorgen.

Ich tagträumte und lief, und lief. Ich war schon oft tief in den Wald gegangen, aber diesmal war ich nicht aufmerksam. Irgendwann mußte ich feststellen, daß ich mitten im Wald stand und nicht wußte, wo ich bin. Ich hatte keinen Orientierungspunkt.

Es war wirklich, wow, scheiße. Ich setzte mich erstmal auf den Boden. So richtig war ich mir der Situation nicht bewußt, ich dachte, du findest schonwieder raus.

Ich suchte mir wie üblich einen Baum zum klettern und döste dort oben eine Weile. Als es Abend wurde, beschloß ich, den Heimweg anzutreten, denn ich war so langsam auch ziemlich hungrig.

Ja, nur... welche Richtung? Aus welcher Richtung war ich gekommen? Wo war ich abgebogen?

Ich entschied mich für irgendeine Richtung, die mir sinnvoll erschien und lief los. Ich lief und lief. Aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, anstatt nach Hause immer tiefer in den Wald hineinzulaufen. Ich weiß nicht, wie lange nicht letztendlich lief, aber es wurde immer dunkler und so langsam machte sich Panik in mir breit.

War ich auf dem richtigen Weg? Die Umgebung kam mir schrecklich unbekannt vor und je düsterer es wurde, desto schlechter konnte ich etwas erkennen.

Und dieser Hunger... inzwischen hatte ich angefangen zu weinen.

Ich fürchtete mich auch vor den wilden Tieren. Es gab ja Bären bei uns in Sibirien, und Wildschweine, Hirsche, Wölfe! Und damals, ich gebe es zu, mit etwa 10 Jahren, so kindisch wie es war, fürchtete ich mich auch vor Hexen die im Wald leben...

Als es schließlich stockdunkel war, und kein Zuhause in sicht, übermannte mich auch langsam die Müdigkeit. Ich fror und meine "Baumdecke" (ein verfilztes Stück Stoff daß ich in meiner alten Tasche herumschleppte und mir immer auf den Ast legte auf dem ich saß war nicht besonders groß. Aber da es sinnlos war, in der Nacht zu versuchen, den Nachhauseweg zu finden, kletterte ich auf einen Baum, ich weiß leider die Baumart nicht mehr und legte mir notdürftig die Baumdecke um die Schultern.

Ich dachte eigentlich, in dieser Nacht würde ich bestimmt sterben. Besonders, wenn ich einschlafe. Ein Bär würde kommen und mich fressen, Bären konnten ganz gut klettern, oder ein Wolf. Ich hatte Angst davor, einzuschlafen und versuchte, mich wachzuhalten.

Ich habe es sicher keine halbe Stunde geschafft...

Fortsetzung folgt.

17.8.08 00:06
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sonntagskind / Website (17.8.08 15:56)
**klopf-klopf**
Wann geht es denn weiter?
Neugierige Grüße
vom Sonntagskind


Savik (17.8.08 20:18)
Heute... oder morgen ,)

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