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Kochen

Manchmal ärgere ich mich wirklich, daß ich nicht Koch geworden bin.

Was ich so alles gemacht habe... abgebrochene Krankenpfleger-Ausbildung, abgeschlossenes Studium der Agrarwirtschaft (nie gebraucht!), Ausbildung zum Musiklehrer für Musikschulen, 4 Semester Psychologie und Pädagogik...

... warum habe ich nicht einfach Koch gelernt?

Es macht mir Spaß. Ich koche gerne. Ich finde es entspannend und kreativ. Arbeitszeiten hätten mich nicht gestört.

Da hätte ich bestimmt ein paar glückliche Berufsjahre gehabt.

Aber nun bin ich zu krank und irgendwie auch zu alt.

Dann bleibe ich eben weiter Privatkoch. Für mich, für meinen Sohn und für jeden, der bei mir essen will.

9.12.08 15:10


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Odyssee durch den Wald - Teil VI

... war das nicht eine Lichtung, auf der ich schon öfters gewesen war?

Ja, es kam mir alles furchbar bekannt vor. Der alte Baumstumpf, und der umgefallene Stamm über den trockenes Gras wucherte und der mich immer ein bißchen an eine riesige Makkaroni mit Käse erinnerte.

Ja, ich wußte wieder, wo ich war! Und ich wußte, wie ich von hier aus wieder nach Hause komme!

Unglaublich, ich hatte wirklich mehr Glück als Verstand. Ich konnte es immernoch nicht glauben, aber angetrieben von diesem Hochgefühl rannte ich los, sicher, schnell, Richtung Zuhause.

Und dann kam sie in Sicht, die Siedlung. Ich kann die ganze Zeit nicht mehr als 3 oder 4 Kilometer von zu Hause entfernt gewesen sein. Mir fiel ein Stein vom Herzen, doch gleichzeitig begann ich auch, mich innerlich anzuspannen. Ich hatte gemischte Gefühle. Ich würde sicher furchtbar ausgeschimpft werden, wenn ich nach Hause komme.

Ich war zweieinhalb Tage verschollen gewesen. Zweieinhalb Tage in der Wildnis und keiner wußte, was mit mir geschehen war.

Ich zögerte. Ich hatte das Gefühl, es sei noch nicht ganz ausgestanden.

Aber mein unerträglich knurrender Magen trieb mich letztendlich dazu an, nach Hause zu laufen.

Zaghaft öffnete ich die Tür. Ich sah niemanden. Die älteren Kinder waren in der Schule und die kleineren bei meiner Mutter, die scheinbar nicht zu Hause war.

Es war seltsam, ich war so lange weg und nun war keiner da, um mich zu empfangen.

Doch plötzlich sah ich meine Oma, wie sie aus einer Zimmerecke langsam auf mich zukam. Sie rieb sich wirklich ungläubig die Augen.

"Bist du es? Träume ich? Bist du wirklich zurückgekommen? Stehst du wirklich hier und lebst?"

Ich rannte auf sie zu und sprang in ihre Arme. Das war ihr Beweis genug. Sie weint vor Freude.

Dann rannte sie, halb weinend, halb schreiend zur Tür hinaus:

"Olga! Olga, wo bist du? Er ist wieder da! Sava ist wiedergekommen!"

Nach kurzer Zeit kam meine Mutter aus dem Haus der Nachbarn gestürmt und stürzte sich halb weinend, halb schimpfend auf mich.

Dann gingen wir in unser Haus zurück, ich bekam Essen und mußte alles erzählen. Meine Oma und meine Mutter und später auch meine Geschwister die von der Schule heimkamen und ebenfalls gar nicht glauben konnten, daß ich wieder da ist, schüttelten dabei immer wieder den Kopf.

Man hatte scheinbar nach mir gesucht, jedoch erfolglos.

Sie hatten wirklich geglaubt, ich sei für immer weg. Tot, erfroren, von wilden Tieren zerrissen, von Wilderern entführt, was auch immer. Verständlich, denn dies alles war auch wahrscheinlicher, als die Tatsache, daß ich wirklich lebendig aus der grünen Hölle entkommen war.

Am Abend kam mein Vater nach Hause.

Nie werde ich sein enttäuschtes Gesicht vergessen, als er sah, daß ich wieder da war.

Später, wenn er mal wieder wütend war, sagte er oft zu mir:

"Ich wünschte, du wärst für immer in diesem Wald geblieben."

 

ENDE

9.12.08 15:32


Baba Yaga

Ich habe doch gestern tatsächlich ein Weihnachtsgeschenk gefunden, von dem ich vermute, daß es für mich besitmmt war.

Eine DVD-Box mit alten russischen Märchenfilmen. Hoffentlich ist die für mich. Das wäre toll, das wäre klasse.

Ich liebe diese alten Märchenfilme. Sowas schönes gibt es heute gar nicht mehr. Und ich bekomme auch Heimweh, natürlich, wenn ich dort die großen Wälder der Taiga sehe.

Ein bißchen, als würde ich durch einen Zauberspiegel nach Hause gucken.

Ich habe als Kind immer an Baba Yaga, die alte Hexe, geglaubt.

Ich habe mich auch im Wald oft gefürchtet, auf sie zu treffen, besonders wenn es dunkel wurde. Meine älteren Geschwister wussten um diese Angst und haben sie oft als Druckmittel benutzt:

"Wenn du dies und jenes nicht machst, kommt die Baba Yaga und holt dich!"

Und dann haben sie die verschiedensten Dinge aufgezählt, die dann angeblich mit mir passieren würden. Ich würde gefressen werden, oder ich müßte Baba Yagas häßliche Tochter heiraten, oder sogar die Alte selbst. Mensch, was hatte ich da immer für eine Panik.

Mit dieser Drohung konnte man mich wirklich zu allem bewegen.

Ob ich meinem Sohn wohl von Baba Yaga erzählen werde? Bestimmt, aber ohne Drohung.

Sie ist schließlich ein Stück Heimat und manchmal glaube ich immernoch, es gibt sie wirklich, irgendwo da draußen, in den unendlichen Weiten der Taiga.

9.12.08 15:46


Wer's nicht versteht, der orgle nicht...

Ich habe etwas Verrücktes gemacht.

Ich hatte eine Weile überlegt, wie ich mit Spaß etwas Geld in die Kasse kriegen könnte. Wie ich mich selbst ein bißchen verwirklichen könnte, ohne gleich einen Vollzeitjob anzutreten.

Dann habe ich überlegt, was ich gut kann. Musik machen! Eine Ausbildung zum Musiklehrer für Musikschulen habe ich ja schon.

Und was ich immer toll fand, waren Orgeln. Und da kam mir die Idee: Eine Kantorenausbildung, das wäre doch was.

Ich habe heute tatsächlich eine Bewerbung rausgeschickt für eine Kantorenausbildung. Da ich ja o.g. Ausbildung schon habe, würde diese Ausbildung für mich bei 20 Wochenstunden nur 1 Jahr dauern. Das wäre glaube ich eine tolle Aufgabe für mich.

Mal sehen, vieleicht werde ich ja angenommen? Drückt mir die Daumen!

15.12.08 19:48


Die Zeit fliegt dahin!

Heute bin ich wieder 1 Jahr älter geworden.

Wenn ich heute morgen nicht wachgeklingelt und mit einem Geschenk üebrrascht worden wäre, hätte ich es, glaube ich, verpaßt. Ich habe wirklich gar nicht mehr daran gedacht, daß ich heute Geburtstag habe.

Ich "arbeite" immer straffer auf die 50 zu. Es ist auch ein bißchen beängstigend, aber man kann ja nichts tun.

Ich hoffe nur, daß dieses Lebensjahr besseres für mich bringt als das letzte.

18.12.08 11:29


Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2008!

 

24.12.08 00:36


Jolka po-russki

Wir feiern dieses Jahr wieder an Silvester unser "Jolka" auf russische Art.

In Russland ist Silvester der größte Feiertag, das christlich-orthodoxe Weihnachten am 7. Januar geht daneben ziemlich unter, am 24. wird im Prinzip nichts gemacht.

Am 31. Dezember jedoch feiern wir gleichzeitig Silvester und Jolka (sowas wie ein nichtchristliches Weihnachtsfest - mit Väterchen Frost - Djed moros- und seiner Enkelin Schneeflöckchen, Snegurotschka).

So auch dieses Jahr, die Vorbereitungen laufen schon! Zu Gast sind mein Bruder und seine Frau, meine Schwester und ihr Mann sowie die Mutter meines Kindes mit ihren Kindern.

Es gibt viel gutes zu Essen: Russischen Salat, gefüllte Eier, Sakuzki (Vorspeisen- sauer eingelegtes Gemüse, Wurst, Pilze), Pelmeni, Bliny, Kartoffelpuffer, Räucherlachs, Kaviar, Kwas, Wodka und allerlei leckere Kleinigkeiten. Ich freue mich schon wie verrückt, das wird alles wahnsinnig lecker und spaßig werden.

Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr: С наступающим Новым годом!

29.12.08 19:02





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