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Lilypie Zweiter Ticker




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Haare

Ich freue mich ja schon wie blöd, daß ich bald wieder Haare auf dem Kopf bekomme.

Noch eine Chemo, dann sollte nach wenigen Wochen die komplette Matte wieder sprießen.

Es ist ja nicht so, daß ich gar keine Haare mehr hätte. Aber durch den chemisch bedingten Ausfall waren sie sehr licht geworden und die ständig ausfallenden Haare haben mich so genervt, daß ich die verbliebenen auf wenige Milimeter kurz geschoren habe.

Ab jetzt werde ich mich nicht mehr scheren, sondern beginnen die verbliebenen paar Haare schonmal wachsen zu lassen, die anderen kommen dann ja hoffentlich bald nach.

Wie sie dann wohl aussehen? Ich habe von Leuten gehört, daß ihre nachwachsenden Haare nach der Chemotherapie eine ganz andere Struktur hatten (z.B.Wellen oder Locken plötzlich) und manchmal auch ein wenig die Farbe geändert. Bei vielen waren die Haare sogar dichter als vorher.

Ich bin gespannt. Und ich freue mich, wenn ich mich bald wieder ein wenig attraktiver fühlen kann.

1.8.08 22:13


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Chemopetrol - Klappe die LETZTE!

Heute hatte ich endlich meine letzte Chemotherapie!

Ich habe es geschafft, das schlimmste ist überstanden, endlich!

Heute hat es sich so lang hingezogen wie nie sonst. Die Zeit war wie Kaugummi. Ich war so aufgeregt, wann würde es endlich vorbei sein, jede Minute kam mir vor wie Stunden, aber dann war es endlich vorbei!

Die üblichen Nebenerscheinungen, Brechreiz, Schwindel, allgemeines Unwohlsein blieben natürlich nicht aus. Ich fühle mich immernoch nicht besonders gut. Meine Venen schmerzen und sind hart wie Stein. Aber es war das letzte Mal, das ist die Hauptsache.

Jetzt habe ich 4 Wochen Behandlungspause. Meine Haare können wieder wachsen. Jetzt werde ich wieder rundum untersucht, wie es aussieht. Und dann kommt noch die Bestrahlung, aber gegen die Chemo ist das nur noch ein Klacks.

Ich kann es immernoch nicht glauben, ich habe die Chemos geschafft! Das hätte ich nie geglaubt!

Hurra

11.8.08 14:34


Ein Sohn

... für mich!

Unglaublich, wird das, was ich vor Monaten geträumt habe, Realität?

Die Frauenärztin hat am Mittwoch ziemlich eindeutig erkennen können, daß wir einen Sohn bekommen.

Er präsentierte sich wohl ziemlich breitbeinig, sie sagte:

"Er will ihnen scheinbar unbedingt zeigen, was er zwischen den Beinchen hat!"

Das ist wirklich phänomenal, ich und ein Sohn, ich kann es mir gar nicht vorstellen, ich bin doch eigentlich ein Mädchen-Papa.

Ich stelle mir schon vor, was ich alles mit ihm mache. Ich will mit ihm wandern und angeln und Rad fahren, ihm die Natur zeigen und wenn er etwas älter ist möchte ich mit ihm in meine Heimat reisen, denn zu einem Teil ist es ja auch seine Heimat.

Ich kann seine Geburt kaum erwarten, wenn nur endlich Februar wäre. Ich möchte sehen, wie er aussieht, ich möchte ihn anfassen um mich zu überzeugen daß er wirklich existiert, ich möchte mich um ihn kümmern, und auch einen Namen geben aber in dieser Angelegenheit werden wir uns vermutlich nur schwer einig .

Meine Freundin war anfangs leider ein wenig enttäuscht, es ist für sie der 3. Sohn in Folge, sie hatte sich ein Mädchen gewünscht. Aber jetzt findet sie es nicht mehr so dramatisch, glaube ich.

Ich hatte noch nie solche Vorfreude auf irgendetwas, wie auf dieses Kind. Ich hoffe es wird alles gutgehen, und die Zeit geht schnell vorbei und er ist gesund. Und selbst wenn er nicht gesund ist, Hauptsache, er lebt und ich kann mich seiner annehmen...

16.8.08 14:51


Herbst

Da ich den Herbst mag, und er bald kommt, lasse ich ihn in meinem Blog schon vor der Zeit einziehen.

Ich hoffe also, ihr seid nicht allzu sehr auf den Sommer fixiert und nehmt mir das jetzt krumm?

16.8.08 15:17


Odyssee durch den Wald - Teil I

Vor wenigen Minuten war eine Mondfinsternis. Um sie zu beobachten bin ich über den Feldweg bis an den Waldesrand gefahren, dort hat man freie Sicht.

Das kleine, stockfinstere Wäldchen hat Erinnerungen in mir geweckt. Erinnerungen an eine Episode aus meiner Kindheit.

Ich war, wie so oft, im Wald gewesen. Es war Frühsommer. Ich war traurig und wollte nicht nach Hause. Es gab viel Streit, Schläge, Mißmut und es war einmal wieder ein Kind geboren worden. So hatte keiner Aufmerksamkeit für mich und meine Sorgen.

Ich tagträumte und lief, und lief. Ich war schon oft tief in den Wald gegangen, aber diesmal war ich nicht aufmerksam. Irgendwann mußte ich feststellen, daß ich mitten im Wald stand und nicht wußte, wo ich bin. Ich hatte keinen Orientierungspunkt.

Es war wirklich, wow, scheiße. Ich setzte mich erstmal auf den Boden. So richtig war ich mir der Situation nicht bewußt, ich dachte, du findest schonwieder raus.

Ich suchte mir wie üblich einen Baum zum klettern und döste dort oben eine Weile. Als es Abend wurde, beschloß ich, den Heimweg anzutreten, denn ich war so langsam auch ziemlich hungrig.

Ja, nur... welche Richtung? Aus welcher Richtung war ich gekommen? Wo war ich abgebogen?

Ich entschied mich für irgendeine Richtung, die mir sinnvoll erschien und lief los. Ich lief und lief. Aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, anstatt nach Hause immer tiefer in den Wald hineinzulaufen. Ich weiß nicht, wie lange nicht letztendlich lief, aber es wurde immer dunkler und so langsam machte sich Panik in mir breit.

War ich auf dem richtigen Weg? Die Umgebung kam mir schrecklich unbekannt vor und je düsterer es wurde, desto schlechter konnte ich etwas erkennen.

Und dieser Hunger... inzwischen hatte ich angefangen zu weinen.

Ich fürchtete mich auch vor den wilden Tieren. Es gab ja Bären bei uns in Sibirien, und Wildschweine, Hirsche, Wölfe! Und damals, ich gebe es zu, mit etwa 10 Jahren, so kindisch wie es war, fürchtete ich mich auch vor Hexen die im Wald leben...

Als es schließlich stockdunkel war, und kein Zuhause in sicht, übermannte mich auch langsam die Müdigkeit. Ich fror und meine "Baumdecke" (ein verfilztes Stück Stoff daß ich in meiner alten Tasche herumschleppte und mir immer auf den Ast legte auf dem ich saß war nicht besonders groß. Aber da es sinnlos war, in der Nacht zu versuchen, den Nachhauseweg zu finden, kletterte ich auf einen Baum, ich weiß leider die Baumart nicht mehr und legte mir notdürftig die Baumdecke um die Schultern.

Ich dachte eigentlich, in dieser Nacht würde ich bestimmt sterben. Besonders, wenn ich einschlafe. Ein Bär würde kommen und mich fressen, Bären konnten ganz gut klettern, oder ein Wolf. Ich hatte Angst davor, einzuschlafen und versuchte, mich wachzuhalten.

Ich habe es sicher keine halbe Stunde geschafft...

Fortsetzung folgt.

17.8.08 00:06


Schönheit

Zarte Haut.

Dunkle, glänzende Augen.

Rosige Wangen.

Volle Lippen.

Dunkle, weiche, duftende Locken.

Eine Stupsnase!

Zierliche Gestalt.

Volle Weiblichkeit.

Vollendete Schönheit.

Eine Göttin.

Warum sieht sie mich überhaupt an?

17.8.08 15:38


Tomatenschalen-Detektiv

Was mich aufregt, ist daß die es bei diesen "geschälten" Tomatenstücken aus der Dose nie fertigbringen, die Tomaten wirklich ordentlich zu schälen.

Ständig schwimmen da noch Schalenstücke darin herum und ich hasse lose Tomatenschalen. Jesesmal muß ich diese Schalen mühselig aus der Soße fischen und verbrenne mir dabei regelmäßig die Finger, weil das mit der Gabel einfach nur schlecht geht.

Würde ich in den USA leben, könnte ich diese Firma nun verklagen. :D

17.8.08 21:35


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