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Lilypie Zweiter Ticker




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Vorbei?

Seit einiger Zeit gehe ich Abends allein ins Bett.

Sie kommt erst nach vielen Stunden nach. Manchmal schlafe ich. Oft weine ich.

Ich bin nicht mehr interessant. Ich bin nur noch ein Mitbewohner unter ferner liefen. Das streitet sie ab, aber ihr Verhalten paßt dazu nicht. Weiß nicht, ob ich ihr glauben kann.

Reden hat keine Veränderung gebracht. Ich bin immernoch einsam und gehe allein ins Bett. Wie das wohl im Urlaub werden wird?

Vergißt sie eigentlich manchmal, daß wir ein Kind bekommen? Ich habe das Gefühl. Sie spricht nie darüber. Geht nur kurz auf meine Fragen ein.

Keiner fragt mehr nach meinen Gefühlen...

Mir fällt Rammstein ein: "Ohne dich kann ich nicht sein, mit dir bin ich auch allein".

Ich habe das Gefühl, so langsam geht alles zuende. Alles. Der Abend legt ein Tuch aufs Land...

 

10.7.08 17:12


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Mein Kind

Du bist das einzige, was mir noch Hoffnung gibt. Das einzige, was mich noch am Leben erhält.

Das einzige, wofür es sich lohnt, zu kämpfen... bitte komm zur Welt, ob gesund oder nicht.

10.7.08 19:11


Urlaub

Ab morgen Abend bis 22.07. bin ich im Urlaub in Israel.

Ich wünsche all denen, die hier überhaupt noch lesen, eine schöne Zeit.

Bis hoffentlich bald wieder...

12.7.08 00:03


Achtung, Amok!

Am 22. Juli ist im Jerusalem das gleiche geschehen wie 20 Tage zuvor: ein Irrer unternahm mit einem Bulldozer eine Amokfahrt und verletzte dabei mindestens 16 Menschen.

Das ganze geschah an einer Kreuzung vor dem Hotel, in dem sich Barack Obama für seinen Israel-Aufenthalt einquartiert hatte.

Ganz in der Nähe dieses Hotel war unser Hotel, in dem wir mehrere Tage in Jerusalem verbracht haben. Täglich sind wir über diese Kreuzung gefahren, täglich und das meist um die Uhrzeit, als die Amokfahrt geschah, nämlich am Mittag.

Genau an diesem 22. Juli, mittags, als wir abgereist sind, geschah diese Amokfahrt. Das heißt, wir sind ihr knapp entgangen. Ich glaube, wir wurden davor bewahrt. Die ganze Zeit, die wir in Israel verbracht haben war Frieden und Ruhe und am Tag unserer Abreise, ich glaube sogar in der gleichen Stunde, geschieht das.

Wow.

Wenn ich daran denke, bekomme ich wirklich Gänsehaut.

24.7.08 21:43


Ich denke, also bin ich, also ist Gott

In unserem Israel-Urlaub haben wir auch die Westliche Mauer, bekannter als "Klagemauer" (Juden mögen diese Bezeichnung jedoch nicht) besucht.

Als wir durch die Kontrollen durch waren und auf dem Vorplatz standen, fingerte ich also dann einen Zettel aus meiner Tasche und schrieb eine Nachricht an Gott mit ein paar Bitten, in der Hoffnung, daß diese erfüllt werden.

Dann ging ich auf die Mauer zu. Und während ich diese Schritte ging, erfüllte sich sogleich mein erster und mit wichtigster Wunsch: Gott, offenbare dich mir.

Er offenbarte sich. Ich fing unwillkürlich an, zu weinen. Es war mir peinlich aber ich konnte nicht aufhören, ich weinte und schluchzte und ging weiter auf die Mauer zu.

Ein Mann fragte mich, ob ich Jude sei und ob ich einen Gebetsriemen anlegen will, aber ich lehnte ab. Ich wollte diese Moment nicht unterbrechen mit dem Anlegen eines Tefillin.

Ich ging zur Mauer hin und suchte mir einen freien Platz. In dem Moment, als ich die Steine berührte, war ich vom Geist Gottes erfüllt und ich wußte: Gott ist real.

Ich mußte immernoch weinen.

Als ich das erste Mal zu Gott betete, als ich ihn das erste Mal bat, sich zu zeigen, mir zu helfen, war ich ein kleiner Junge von etwa 5 Jahren. Heute bin ich 45.

Und das erste Mal im Leben hat Gott mir geantwortet. Ich habe Fragen gestellt und er hat sie beantwortet. Ich habe keine Stimmen gehört, sondern bekam Gedankenimpulse mit der tiefen Gewißheit über deren Richtigkeit.

40 Jahre, so lange wie Moses mit dem Volk Israel durch die Wüste geirrt ist, mußte ich auf Antwort warten. Aber wie auch bei Moses, hat sich das warten gelohnt, denn die Antworten und Gottes Gegenwart waren umwerfend.

Mehr, oder detailreicher kann und will ich das nicht beschreiben. Es wäre zu intim und es gibt schlußendlich auch nicht genug Worte, um das, was ich an der Tempelmauer erlebt habe, zu beschreiben.

Aber ich weiß nun: Gott ist real. Und das ist schön.

24.7.08 21:53


Israel, du unsere Rettung

Ich glaube, dieser Urlaub hat unsere Beziehung gerettet.

10 Tage lang nur wir zwei, viel Zeit zum reden und um sich wieder näher zu kommen.

Viel Zeit um probleme aufzuarbeiten und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Wir sind zu vielen Lösungen und Ergebnissen gekommen, jetzt müssen wir diese nur noch konsequent umsetzen. Ich hoffe, daß es funktioniert.

In nächster Zeit ist nun die Suche nach einer neuen Bleibe angesagt. Es wird eng mit 4 Kindern in einer 104qm Wohnung, da muß etwas größeres her, am besten ein eigenes Zimmer für jedes Kind.

Außerdem warten wir auf ihren Scheidungstermin, der nun bald sein müßte.

Ob und wann wir heiraten wollen, wissen wir nicht. Man muß ja nichts überstürzen. Mal sehen, wie sich alles noch entwickelt. Wegen Kind heiraten finden wir beide blöd, das ist keine Basis für eine Ehe. Diesen Fehler habe ich einmal gemacht, meine Ehe hielt keine 2 Jahre. Das muß nicht sein.

Eine glückliche Familie werden, das ist das wichtigste. Formsachen sind nebensächlich.

24.7.08 22:06


Im Rollstuhl durch Yad vaShem

Das Klima in Israel ist nichts für Weicheier. Die Hitze war zuweilen unerträglich.

Da ich ja nun zusätzlich auch noch krank bin und Chemotherapie bekomme, ist das alles noch ein ganzes Stück heftiger. Die Ärzte hatten mir in Wahrheit von dieser Reise dringend abgeraten. Ich habe aber alle angelogen und behauptet, sie hätten grünes Licht dafür gegeben.

Ich wollte nicht, daß wir die Reise wegen mir abblasen müssen und es war gut so, denn sie hat bei uns sehr viel Grundlegendes verändert.

Jedenfalls war ich aber in den letzten Tagen dann am Rande der Erschöpfung angekommen. Am vergangenen Sonntag wollten wir unbedingt die Holocaust-Gedenkstätte Yad vaShem ansehen. Ich konnte aber kaum noch einen Schritt laufen, mir fehlte die Energie. Das war ärgerlich.

Aber mein Schwager der dachte praktisch: Er lieh mir einfach einen Rollstuhl aus. Den packten wir in den Kofferraum und fuhren hin.

Wie die 2 Leute aus dem Auto das vor uns parkte geschaut haben, als wir ausgestiegen sind, den Rollstuhl aus dem Kofferraum holten, ausklappten und ich mich dann gemütlich reingesetzt habe, das war natürlich megawitzig. Die haben mich wahrscheinlich für einen faulen Simulanten gehalten.

Aber so bin ich dann durch Yad vaShem gerollt, bzw. geschoben worden. Das war leider nicht an jeder Stelle möglich.

Der Museumsabteil für die Geschichte des Holocaust war natürlich sehr ergreifend. Wenn man sich vor Augen hält, daß das alles Realität war, steigen einem schon die Tränen in die Augen.

Endgültig weinen mußte ich aber in der Gedenkhalle für die Kinder. Eine völlig abgedunkelte Halle, man konnte sich nur am Geländer orientieren. In dieser Halle brennende Teelichter, die mit Spiegeln und so weiter so angeordnet waren, daß es wie ein Sternenhimmel aussah. Eine Stimme verlas mit jiddischem Akzent die Namen der getöteten Kinder, deren Alter und Herkunft. Im Hintergrund heulte eine jammernde, traurige Melodie. Das ging unter die Haut und machte so unendlich traurig.

Ebenso die "Hall of Names", in der wie in einem riesigen Trichter Namen und Bilder von Holocaust-Opfern angebracht sind (und untendrunter ein ganz tiefer Brunnenschacht). Wenn man in diese Gesichter sieht... ich frage mich, was da in jemandem vorgeht, der Vorfahren hatte die sich im II. Weltkrieg an diesen Leuten schuldig gemacht haben, oder was in Deutschen da generell so vorgeht oder vorgehen würde, wenn sie in dieser Halle ständen und in die Gesichter blicken auf diesen Bildern.

Ich hoffe, es würde zumindest nachdenklich machen.

Sowas darf einfach nie wieder passieren.

Ich empfehle jedem, der nach Israel reist, einmal Yad vaShem aufzusuchen. Damit man nie vergißt...

24.7.08 22:27


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